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Bilderreigen unserer Pferde in HSH
Die folgende
Bildserie entstand nach ca. 8 Wochen HSH-Arbeit. In der
Bahn:
Christine Huguenin mit ihrem 11-jährigen Holsteiner
Wallach "Tom"
Tom hat ein Stockmaß
von ca. 1,78 m. Ein großer, kräftiger Wallach, der beim
Reiten manchmal übereifrig bei der Sache ist, dem
manchmal aber die Nerven einen Strich durch die Rechnung
machen und er dann "austickt". Wenn er sich aufregte,
war kaum noch ein geregelter Schritt zu reiten. Er
drohte mit Steigen, klapperte wie wild mit der
Unterlippe. Ablongieren brachte auch nichts, weil er
sich dann erst recht in Rage rannte.
Ganz anders verhält
er sich in der HSH-Arbeit. Wenn er sich hier mal
aufregt, kann Christine die Nervosität nutzen. Statt ihn
zu beruhigen, lässt sie ihn dann kurze Tritte gehen oder
das Travers im Trab. Das Kommando "Haaaaalt!" holt ihn
anschließend gleich wieder "runter", und er kann wieder
gelassen stehen. Das Klappern mit der Unterlippe ist so
gut wie weg!
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Schritt
am
hingegebenen Zügel
Die an sich einfache Übung fiel Tom anfangs
gar nicht so leicht. Es dauerte einige Tage, ehe Tom so
gelassen dahermarschierte.
Beachte: Die Leinen hängen durch, die
Unterzügel sind lang verschnallt, Tom geht in sehr guter
Dehnungshaltung.
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Die Aufnahmen entstanden bei heftigem Sturm.
Der Wind pfiff gewaltig, überall flatterte es, die Bäume
rauschten enorm.
Trotzdem blieb der eher nervöse Tom ruhig und
gelassen, ließ sich willig "voran!" treiben.
Der raumgreifende Schritt von Tom wird sich
in den folgenden Wochen weiter verbessern. Er hat noch nicht
den Raumgriff erreicht, den er ohne Zügel gehen kann. |
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Das
korrekte Halten
Wer geht, muss auch irgendwann wieder
anhalten. Das üben wir mit dem Kommando "Haaaaaaalt".
Ausbilder und Pferd machen mit. Das Stehen war für Tom
anfangs einer der schwersten Übungen. Der quirlige Kerl
konnte nicht ruhig stehen. Das hat sich inzwischen total
verändert. |
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Tom hält
willig an, die Leinen hängen durch. Er hat das Kommando
gelernt.
Auch, dass
er korrekt mit allen vier Füßen parallel steht, ist kein
Zufall mehr.
Er hat in
den Wochen zuvor das Kommando "Stell dich gerade" begriffen. |
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Die Volte
im Schritt
Nach ein paar Tagen geradeaus gehen und
halten, kam die Volte in den Ecken dazu.
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Das Pferd soll sein Tempo nicht verringern
und weiter willig voranschreiten.
Die Volte schult Stellung und Biegung. Und
sie ist eine wichtige Vorübung für die Schritt-Pirouette. |
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Hier seht ihr, dass Tom im guter Haltung und
gebogen auf der Volte geht, obwohl er mit den Unterzügeln
nicht nach innen gestellt wurde. Er macht es automatisch.
Die Volte kann man in jeder Bahnecke
einfließen lassen. |
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Travers
an der langen Seite
Auch das Travers lässt sich gut aus der
Schrittvolte entwickeln. Wenn man nach der Volte die lange
Seite erreicht hat, wirft man die Innenleine auf die äußere
Seite. Stellung und Biegung bleiben erhalten. Der Ausbilder
geht nun im Keil zwischen Pferd und Bande.
In dieser Position kann man mit der
Handfläche oder dem Ellenbogen das Pferd ein wenig nach
innen schieben, während man das Pferd weiter vorwärts
schickt.
Als Kommando verwenden wir "Seite, Seite!" |
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Auf den folgenden Bildern seht ihr, dass Tom
schon ein wenig in die richtige Richtung gestellt ist. Die
Verkürzung des inneren Unterzügels hilft dabei.
Wunderbar zu sehen: Christine kreuzt die
Beine ebenso, wie Tom. Denkt dran: Das Pferd imitiert seinen
seinen Menschen.
Noch kreuzt Tom sowohl mit den Hinter- als
auch mit den Vorderbeinen. Er hat relativ viel Abstellung.
Das ändert sich im Laufe der Ausbildung. Die
Abstellung verringert sich. Dann kreuzt das Pferd nur noch
mit den Hinterbeinen, während die Vorderbeine auf dem
Hufschlag geradeaus gehen. |
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Das ist eine andere
Möglichkeit, das Travers einzuleiten. Man geht innen, die
Außenleine begrenzt das Pferd an den Hinterbeinen und hilft,
die Hinterhand nach innen zu nehmen.
Zug auf die Außenleine
kommt immer dann, wenn das äußere Hinterbein im Begriff ist
abzufußen.
Manchen Pferden fällt
diese Variante leichter. Man braucht sie auch, um eine
Traversale einzuleiten. |
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Die
Schritt-Pirouette
Hat das Pferd das Travers gelernt, kann man
ein erstes Übertreten auf der Volte üben, das dann
allmählich zur Schritt-Pirouette wird. |
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Hier seht ihr, wie gut Tom schon die Beine
kreuzt, weit mit den Beinen vor- und untergreift. Achtet
auch auf den Gesichtsausdruck: Tom guckt zufrieden, die
Ohren voll auf seine Ausbilderin gerichtet. Tom ist dabei
völlig entspannt. |
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Kurze Schritte
Eine Übung,
die der quirlige Tom liebt: Kurze Schritte, die dann zu
kurzen Tritten und schließlich zur Piaffe werden.
Das
Kommando dafür lautet: "kurz-kurz". Auch der Ausbilder macht
die Tritte mit und geht lebhaft in kurzen Schritten hinter
dem Pferd her.
Die Leinen
stehen hier noch an, weil Christine halbe Paraden geben
muss, während sie die Hinterbeine mit der langen Naturgerte
touchiert, um sie lebhafter zu machen.
Tom hat das
zu Beginn als Aufforderung zum Schnellerwerden
interpretiert, sich auch aufgeregt, wenn er zu sehr
zurückgehalten wurde.
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Das dauerte
aber nur wenige Tage an. Inzwischen reagiert er schon auf
das Kommando allein.
Gut zu
erkennen ist hier
auch, dass das
Pferd etwas tiefer hätte eingestellt sein dürfen. Das fällt
einem leider oft erst auf, wenn man das Video betrachtet und
sich und das Pferd von der Seite sieht. |
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Zwischendurch darf das Pferd immer mal wieder
eine lange Seite an den hingegebenen Leinen mit langen
Zügeln entspannt gehen und sich beruhigen. |
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Der
Spanische Schritt
Er ist besonders wertvoll für die
Gymnastizierung der Schulterpartie und ist die entscheidende
Vorübung für den Spanischen Trab, der zur allgemeinen
Verbesserung des Trabes dient.
Erst sah es bei Tom so aus, als würde er
damit Schwierigkeiten haben. Er hob die Beine nur hoch,
streckte sie aber nicht nach vorn. Oftmals scharrte er mit
den Beinen. Auch das Gehen fiel ihm dabei schwer.
Es waren anfangs nur wenige Tritte möglich.
Sie kamen nicht regelmäßig und manchmal blieb er auch
stehen.
Aber Christine hat nicht aufgegeben und
fleißig weitergeübt. Und so wurde es von Mal zu Mal besser. |
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Das Bild verrät, dass er hinten noch
zögerlich mittritt. Er kann viel weiter untersetzen. Und
inzwischen tut er das auch.
Aus den wenigen, ungeregelten
Tritten wurde eine halbe Zirkelrunde. Inzwischen mag Tom die
Übung. Er guckt wach und geht mit schöner Halsung. |
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Der Spanische Trab
Diese Übung
war uns besonders wichtig. Wir haben Pferde bei Herrn
Stahlecker gesehen, die mit Leichtigkeit die Vorderfüße
"nach vorne und oben schmissen" und dabei eine ganz
ausdrucksstarke Haltung annahmen.
Die Übung
ist für die Pferde recht anstrengend - für den Ausbilder
auch. Er muss das Wedeln mit der Gerte ("Scheibenwischer")
im Takt hinbekommen und dabei noch im richtigen Tempo neben
dem Pferd herlaufen. Bei einem großen Pferd wie Tom (1,78 m
Stockmaß) eine anständige Laufleistung von Christine.
Man beginnt
mit der Übung, wenn der Spanische Schritt sicher sitzt und
allein durch das Wedeln mit der Gerte erzeugt werden kann.
Dann
versucht man mit dem gleichen Kommando anzutraben und hofft,
ein oder zwei Tritte zu bekommen. Klar, dass wir unsere
Pferde anfangs geradezu euphorisch gelobt und mit einem
Leckerli belohnt haben.
Anfangs
versuchte Tom, das kleine weiße Schleifchen, das Christine
an die lange Gerte gebunden hatte "totzutreten". Galoppierte
dabei mit Vorhand an. Auch diese Reaktion wurde belohnt.
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Christine
leitete, diese Tritte immer an der selben Stelle ein, und
bald wusste Tom, was er machen sollte.
Aus
anfänglich ein, zwei Stampftritten wurden bald ein, zwei gut
geratene erhabene Trabtritte, dann ab und zu drei oder vier.
Bald konnte
Christine sich besser koordinieren, Tom auch. Anfangs kam
die Lektion ans Ende der Trainingseinheit, weil sie für
beide sehr anstrengend war. Inzwischen spielt das keine
Rolle mehr.
Beide -
Pferd und Ausbilder - haben konditionsmäßig mächtig
zugelegt.
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Diese letzten Bilder brauchen
keinen Kommentar. Sie sprechen für sich - oder?!
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