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HSH - Ausbildung
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In Harmonie mit Pferden

 

Karin Schöpke, Schulstraße 10 in 22889 Tangstedt

E-Mail: karin.schoepke@onlinehome.de 

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Prominenter Besuch im Stall Schöpke in Tangstedt (Hamburg): Fritz Stahlecker stellte seine Hand-Sattel-Hand-Methode vor.

 

„Für mich ist die Dressur eine Ausdrucksform der Kunst. Sie muss ästhetisch und harmonisch anzuschauen sein. Und dass lässt sich niemals mit Gewalt erreichen!“ Fritz Stahlecker
Trotz Sturm und heftiger Regengüsse kamen 60 Pferdebegeisterte aus ganz Norddeutschland zusammen, um Fritz Stahlecker, Autor von „Das motivierte Dressurpferd“, live zu erleben und mehr über seine gewaltfreie Pferdeausbildung zu erfahren.

 

Stahlecker (83) beschäftigt sich seit frühester Jugend mit Pferden ¬ ein Reitersmann durch und durch. Mit Begeisterung kommentierte und unterrichtete er die fünf Pferde, die im Praxisteil vorgeführt wurden:

 

Karin Schöpke zeigte ihre 7-jährige Westfalenstute „Cera“, seit ca. 6 Monaten in der HSH-Ausbildung. „Cera“ beherrscht die Grundlektionen (z.B. korrektes Halten, Travers, Spanischer Schritt, Pirouette) und ihre Lieblingslektion, das Steigen. Mit ihr arbeitete Stahlecker am „Flinkmachen der Hinterbeine“ – für die eher träge Stute eine echte Herausforderung. Als nächstes kam Christine Huguenin mit ihrem talentierten 11-jährigen Holsteiner Wallach „Tom“, ebenfalls seit Mai im HSH-Training und sicher in den Grundlektionen. An „Tom“, dem vor lauter Eifer manchmal die Nerven durchgehen, demonstrierte Stahlecker, mit welchen Übungen man ein Pferd wieder zur Ruhe bringt, um dann die Lektion ein weiteres Mal zu versuchen.

 

Weiterer Teilnehmer war ein 7-jähriger Tinker, der erst seit wenigen Tagen in HSH gearbeitet wird. An ihm konnten die Zuschauer gut die ersten Schritte in der Grundausbildung sehen. Die große Überraschung war der 9-jährige Ponywallach „Bonheur“ mit Marcella Jeske. Obwohl auch er erst seit wenigen Wochen nach HSH trainiert wird, zeigte er bereits sicher die Grundlektionen, alle Seitengänge und sogar eine Traversale im Trab. Die Zuschauer applaudierten spontan. Als letztes Pferd stellte Gesche Hansen ihre fortgeschrittene Stute „Bonnie“ vor. Einigen Zuschauern war die Stute aus dem DVD-Praxiskurs, die in diesem Jahr erschienen ist, bekannt. Es war spannend zu beobachten, wie sich das Pferd seither weiterentwickelt hat.

 

Es ist das Wohl des Pferdes, das Fritz Stahlecker besonders am Herzen liegt. Seit vielen Jahren kämpft er darum, die Dressurwelt wachzurütteln und die Reiter zum Nachdenken anzuregen. „Wir züchten immer größere Warmblüter mit immer mehr Bewegungspotential. Aber das Anreiten der Pferde beginnt immer früher. Sie sollen ja in den Reitpferdeprüfungen gut abschneiden. Wie viele dieser auf Leistung gedrillten Cracks sieht man später noch auf großen Turnieren? Warum sind so viele Dressurtalente in jungen Jahren verschlissen? Die Zeit, die ein Dressurpferd im Sport geht, liegt bei nur knapp sieben Jahren!“, führt Stahlecker an.
Aber er kritisiert nicht nur, er zeigt auch Wege auf, wie sich die Missstände verändern lassen. Seine Hand-Sattel-Hand-Methode, die er aus der jahrzehntelangen Erfahrung in der Ausbildung junger Pferde entwickelte, ist mehr als eine reine Dressurausbildung. Sie fordert vom Ausbilder ein ganzheitliches Verständnis vom Pferd.

 

Stahlecker motiviert die Pferde ohne Zwang zur Mitarbeit. Er macht dem Pferd die erhabenen Bewegungsabläufe, die es auf der Weide mühelos zeigt, bewusst, um sie später unter dem Sattel abzurufen. Wie das geht? Durch Handarbeit mit einem von ihm entwickelten, besonders weich gepolsterten Kappzaum. Ohne Reitergewicht, ohne Gebiss lernt das junge Pferd spielerisch und schmerzfrei Lektionen bis hin zur Hohen Schule. Sein Geist wird beansprucht, ohne dass es zu Gegenwehr und damit zu Verspannungen kommt. Später, nach einigen Monaten Arbeit an der Hand, hat das Pferd das Vertrauen und die körperliche Fitness erreicht, die es zum Reiten braucht. Viele Pferde hat Stahlecker nach seiner Methode mit Erfolg ausgebildet. Das prominenteste ist der Fuchshengst „Weyden“, mit dem Sven Rothenberger 1996 zwei Olympiamedaillen holte.

 

Mit seinem leidenschaftlichen Vortrag sprach Stahlecker den Besuchern aus der Seele. Sie stellten Fragen und diskutierten über die Misere im Turniersport. So ging ein spannender, Tag zu Ende, der viele Zuhörer zum Nachdenken brachte. Aufgrund des großen Zuspruchs ist ein weiterer Besuch für Mai 2009 geplant.

 

Wer mehr über die HSH-Methode (und künftige Termine) erfahren möchte: Auf www.hsh-fritz-stahlecker.de und bei mir auf der Terminseite. Auf beiden Seiten gibt es umfangreiche Informationen über die Ausrüstung und das bisher veröffentlichte Lehrmaterial.