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HSH - Ausbildung
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In Harmonie mit Pferden

 

Karin Schöpke, Schulstraße 10 in 22889 Tangstedt

E-Mail: karin.schoepke@onlinehome.de 

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Hand-Sattel-Hand-Methode:

Die Ausrüstung


So sieht die HSH-Ausrüstung aus

Für die Anwendung der Hand-Sattel-Hand-Methode ist unter anderem ein spezielles Zaumzeug mit den dazu gehörenden Teilen absolut notwendig. Dieses Zaumzeug wurde in langen Versuchsreihen und praktischen Anwendungen ganz speziell für diese Methode entwickelt.

 

Seit kurzem habe ich die gesamte HSH-Ausrüstung inklusive aller Bücher und DVDs vorrätig. Wer also bei mir in der Nähe wohnt, kann sie bei mir in Augenschein nehmen und kaufen.

Außerdem wird es auf meinem Flohmarkt einen Infostand mit allen Produkten geben.

 

Die gesamte Ausrüstung für die Grundausbildung umfasst:

 

HSH-Schulzaum / Blindtrense / Oberzügel /
Unterzügel / Zügelhalter / Leinen / Sattelschere

Der HSH-Schulzaum

 

Kernstück der Ausrüstung ist der in ganz besonderer Kappzaum. Sinn und Zweck des HSH-Schulzaumes ist die Ausbildung des Pferdes ohne Zügelgewalt. Ihr könnt so eindeutig auf euer Pferd einwirken, ohne das empfindliche Maul abzustumpfen.

 

Wie ihr auf dem Foto rechts gut erkennen könnt: Der Schulzaum ist im Nasen- und Stirnbereich dick mit Watte abgepolstert. Er ist ganz aus Leder gearbeitet, hat also auch keine Metallverstärkung im Innern des Nasenriemens. Der aufgenietete Backenriemen verhindert ein sich Schiefziehen des Zaumes.

 

Die Abstützung gegen das weiche Nasenkissen verhindert beim Pferd schmerzhafte „Eindrücke“. Die Befehle werden ohne Gewalt auf den sensiblen Kopfbereich übertragen und somit nicht als Strafe empfunden. Ohne schmerzhafte Störungen im Maul gewinnt der Ausbilder das Vertrauen des Pferdes.

 

 

Bild links: das Nasenpolster. Es kann mit dem mitgelieferten Extra Füllmaterial noch dicker gepolstert werden. Damit lassen sich z.B. Partien seitlich des Nasenrückens individuell füllen.

 

 

 

Alle Teile des HSH-Schulzaumes sind so ausgearbeitet, dass das Pferd ohne körperlichen Zwang leicht und damit auch mit Begeisterung die Übungen erlernt und keine Angst vor Schmerzen hat!

 

 

Anmerkung von mir: Ich habe den Schulzaum seit einigen Wochen in Benutzung. Anders als bei den üblichen Kappzäumen (ich habe schon mehrere ausprobiert!) sitzt dieser Zaum perfekt. Und es ist der erste, der wirklich nicht verrutscht und auf der äußeren Seite am Auge scheuert - auch dann nicht, wenn das Pferd deutlich nach innen gestellt wird. Die Ringe an der Seite sehen zu groß geraten aus. Sie stellen aber sicher, dass die Unterzügel jederzeit frei gleiten können.

Die "Blind"-Trense

 

Herr Stahlecker gewöhnt das junge Pferd schon in der ersten Phase an das Gebiss, in dem er eine Trense unter dem Schulzaum anlegt. Es genügt eine einfache Wassertrense (das Gebiss muss natürlich passen!), von der man alle überflüssigen Lederteile entfernt.

 

Das Pferd kann sich bei der Handarbeit selbst mit dem Gebiss vertraut machen, ohne vom Ausbilder dabei gestört zu werden.

 

Oberzügel (blau) und Unterzügel (grün)

 

Die Art des Ausbindens mit zwei Zügeln sorgt immer wieder für Diskussionsstoff. Häufigstes Argument: "Man zwingt das Pferd in eine bestimmte Haltung". Dem muss ich widersprechen.

  • Beim noch unerfahrenen Pferd - egal ob jung oder alt - bleiben beide Zügel zunächst lang geschnallt und praktisch wirkungslos. Das Pferd bekommt Zeit, sich daran zu gewöhnen.

  • Im Laufe der ersten Arbeitstage wird der Unterzügel immer ein bisschen kürzer geschnallt, bis das Pferd die gewünschte Kopfhaltung einnimmt. Der Oberzügel bleibt immer noch ohne Einwirkung.

  • Innerhalb der Arbeitseinheit von ca. 30 Minuten wird der Unterzügel mehrfach lang geschnallt, damit das Pferd die Möglichkeit hat, sich zu dehnen. Gerade der forsche, ausschreitende Schritt wird an langen Ausbindern verlangt.

  • Erst, wenn das Pferd erfahrener in den Lektionen wird, kommt auch der Oberzügel zum Einsatz. Er ermöglicht ein präzises Stellen und verhindert ein zu starkes "Abtauchen".

Die Unterzügel sind wie Dreieckszügel. Sie teilen sich unter der Brust und werden zwischen den Vorderbeinen hindurch links und rechts zu den Seitenringen des Schulzaumes geführt. In diese werden sie von innen nach außen „durchgefädelt“ und mit den Enden in die Zügelhalter eingeschnallt. Der durch die Seitenringe des Zaumes geführte Unterzügel bestimmt das Maß der Beizäumung. Er ermöglicht kleine Höhenverschiebungen des Pferdekopfes - für das Pferd eine immense Erleichterung.

 

Der Oberzügel wird in die Seitenringe seines Stirnriemens eingeschnallt. Die Verstellung erfolgt an den Zügelhaltern. Der Oberzügel bestimmt später das Maß der Aufrichtung und Stellung.

Die Zügelhalter

Eine große Hilfe bei der Verschnallung der Ober- und Unterzügel sind die Zügelhalter. Sie werden dort eingefädelt, wo normalerweise die Steigbügelriemen sitzen. Dadurch sitzen sie praktisch in Griffhöhe und lassen ein länger- oder kürzerschnallen der Zügel sogar mit einer Hand zu.

 

Mit zunehmender Erfahrung wird man die Zügel innerhalb der Arbeitseinheit häufig verstellen, um die Pferd immer wieder die Möglichkeit der Dehnung zu geben oder kurzfristige Aufrichtung oder eine deutliche Stellung abzuverlangen.

Die Leinen

Sie bestehen aus nicht-elsastischem Gurtmaterial, das man in Meterware kaufen kann. Wichtig: sie sind ungleich lang (3,30 m und 4,20m) und von unterschiedlicher Farbe. Durch die ungleiche Länge ist die Verbindungsstelle nie in der Mitte, wenn man hinter dem Pferd geht; die unterschiedlichen Farben lassen äußeren und innern Zügel gut voneinander unterscheiden, wenn beide Leinen auf einer Seite liegen.

Ganz wichtig: Sollbruchstellen!

 

Wenn das Pferd bei der Handarbeit einmal stürzt, auf die Leinen tritt, sich der Ausbilder in den Leinen verheddert, oder - was niemals ganz ausgeschlossen werden kann - das Pferd durchgeht, müssen Leinen, die sich um ein Pferdebein oder um ein Bein des Ausbilders legen, reißen. Da die handelsüblichen Leinen extrem reißfest sind, könnte es zu schweren Unfällen kommen.

 

Herr Stahlecker empfiehlt daher Sporenriemchen aus dünnem Leder. Je billiger desto besser. Man braucht mindestens vier Stück. Mit ihrer Hilfe werden die Leinen miteinander verbunden und in die Ringe des HSH-Schulzaums geschnallt, außerdem wird der Unterzügel mittels Sporenriemchen am Sattelgurt befestigt (das hat zusätzlich den Vorteil, dass man den Sattelgurt nicht lösen muss, wenn man von der Handarbeit zum Reiten umrüsten möchte).

 

Um sicher zu gehen, das die Riemchen auch wirklich reißen, empfiehlt er, zwei der bereits vorhandenen Löcher mittels Lochzange zu vergrößern oder aber zwei nebeneinander zu setzen, um das Sporenriemchen zu schwächen. Deshalb sind Sporenriemchen aus Synthetikfaser ungeeignet.

Die Gerten

Im Laufe der ersten Wochen habe ich schnell gelernt, dass man nicht ohne ein Sortiment an Gerten auskommt. Die meisten habe ich von meinem großen Haselnussstrauch geschnitten und sie in unterschiedliche Längen gekürzt.

 

Für den Spanischen Schritt und den Spanischen Trab braucht man zwei unterschiedlich lange Naturgerten, an die man einen Plastiktütenschnipsel oder Rest eines Taschentuchs bindet, für die Arbeit direkt hinter dem Pferd und für die Seitengänge dürfen die Gerten insgesamt nicht so lang sein, für die Arbeit an den kurzen Tritten muss die Gerte besonders lang sein, damit man großen Abstand zu den Hinterbeinen bekommt. Für das Steigen benutze ich eine kleine Rundbogenpeitsche mit Schlag.

 

Ihr werdet feststellen, dass auch das Wechseln der Gerte eine Wichtigkeit bekommt. Wenn ich zur Gerte mit dem Schnipsel am Ende greife, weiß mein Pferd sofort: Jetzt geht's zum Spanischen Trab!