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Hand-Sattel-Hand-Methode:
Die Ausrüstung
So sieht die HSH-Ausrüstung aus
Für die Anwendung der
Hand-Sattel-Hand-Methode ist unter anderem ein spezielles
Zaumzeug mit den dazu gehörenden Teilen absolut notwendig.
Dieses Zaumzeug wurde in langen Versuchsreihen und
praktischen Anwendungen ganz speziell für diese Methode
entwickelt.
Seit kurzem habe ich die gesamte
HSH-Ausrüstung inklusive aller Bücher und DVDs vorrätig. Wer
also bei mir in der Nähe wohnt, kann sie bei mir in
Augenschein nehmen und kaufen.
Außerdem wird es auf meinem
Flohmarkt einen
Infostand mit allen Produkten geben.
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Die gesamte
Ausrüstung für die Grundausbildung umfasst:
HSH-Schulzaum
/ Blindtrense / Oberzügel /
Unterzügel / Zügelhalter / Leinen / Sattelschere
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Der HSH-Schulzaum
Kernstück
der Ausrüstung ist der in ganz besonderer
Kappzaum. Sinn und Zweck des HSH-Schulzaumes ist
die Ausbildung des Pferdes ohne Zügelgewalt. Ihr
könnt so eindeutig auf euer Pferd einwirken,
ohne das empfindliche Maul abzustumpfen.
Wie ihr auf dem
Foto rechts gut erkennen könnt: Der Schulzaum
ist im Nasen- und Stirnbereich dick mit Watte
abgepolstert. Er ist ganz aus Leder gearbeitet,
hat also auch keine Metallverstärkung im Innern
des Nasenriemens. Der aufgenietete Backenriemen
verhindert ein sich Schiefziehen des Zaumes.
Die Abstützung
gegen das weiche Nasenkissen verhindert beim
Pferd schmerzhafte „Eindrücke“. Die Befehle
werden ohne Gewalt auf den sensiblen Kopfbereich
übertragen und somit nicht als Strafe empfunden.
Ohne schmerzhafte Störungen im Maul gewinnt der
Ausbilder das Vertrauen des Pferdes.

Bild links:
das Nasenpolster.
Es kann mit dem mitgelieferten Extra
Füllmaterial noch dicker gepolstert werden.
Damit lassen sich z.B. Partien seitlich des
Nasenrückens individuell füllen.
Alle Teile des
HSH-Schulzaumes sind so ausgearbeitet, dass das
Pferd ohne körperlichen Zwang leicht und damit
auch mit Begeisterung die Übungen erlernt und
keine Angst vor Schmerzen hat!
Anmerkung von mir:
Ich habe den Schulzaum seit einigen Wochen in
Benutzung. Anders als bei den üblichen
Kappzäumen (ich habe schon mehrere ausprobiert!)
sitzt dieser Zaum perfekt. Und es ist der erste,
der wirklich nicht verrutscht und auf der
äußeren Seite am Auge scheuert - auch dann
nicht, wenn das Pferd deutlich nach innen
gestellt wird. Die Ringe an der Seite sehen zu
groß geraten aus. Sie stellen aber sicher, dass
die Unterzügel jederzeit frei gleiten können.
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Die
"Blind"-Trense
Herr Stahlecker
gewöhnt das junge Pferd schon in der ersten
Phase an das Gebiss, in dem er eine Trense unter
dem Schulzaum anlegt. Es genügt eine einfache
Wassertrense (das Gebiss muss natürlich
passen!), von der man alle überflüssigen
Lederteile entfernt.
Das Pferd kann
sich bei der Handarbeit selbst mit dem Gebiss
vertraut machen, ohne vom Ausbilder dabei
gestört zu werden.
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Oberzügel (blau) und Unterzügel (grün)

Die Art des Ausbindens mit zwei
Zügeln sorgt immer wieder für Diskussionsstoff.
Häufigstes Argument: "Man zwingt das
Pferd in eine bestimmte Haltung". Dem muss ich
widersprechen.
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Beim noch unerfahrenen Pferd
- egal ob jung oder alt - bleiben beide
Zügel zunächst lang geschnallt und praktisch
wirkungslos. Das Pferd bekommt Zeit, sich
daran zu gewöhnen.
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Im Laufe der ersten
Arbeitstage wird der Unterzügel immer ein
bisschen kürzer geschnallt, bis das Pferd
die gewünschte Kopfhaltung einnimmt. Der
Oberzügel bleibt immer noch ohne Einwirkung.
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Innerhalb der Arbeitseinheit
von ca. 30 Minuten wird der Unterzügel
mehrfach lang geschnallt, damit das Pferd
die Möglichkeit hat, sich zu dehnen. Gerade
der forsche, ausschreitende Schritt wird an
langen Ausbindern verlangt.
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Erst, wenn das Pferd
erfahrener in den Lektionen wird, kommt auch
der Oberzügel zum Einsatz. Er ermöglicht ein
präzises Stellen und verhindert ein zu
starkes "Abtauchen".
Die Unterzügel sind wie
Dreieckszügel. Sie teilen sich unter der Brust
und werden zwischen den Vorderbeinen hindurch
links und rechts zu den Seitenringen des
Schulzaumes geführt. In diese werden sie von
innen nach außen „durchgefädelt“ und mit den
Enden in die Zügelhalter eingeschnallt. Der
durch die Seitenringe des Zaumes geführte
Unterzügel bestimmt das Maß der Beizäumung. Er
ermöglicht kleine Höhenverschiebungen des
Pferdekopfes - für das Pferd eine immense
Erleichterung.
Der Oberzügel wird in die
Seitenringe seines Stirnriemens eingeschnallt.
Die Verstellung erfolgt an den Zügelhaltern. Der
Oberzügel bestimmt später das Maß der
Aufrichtung und Stellung. |
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Die
Zügelhalter
Eine große Hilfe
bei der Verschnallung der Ober- und Unterzügel
sind die Zügelhalter. Sie werden dort
eingefädelt, wo normalerweise die
Steigbügelriemen sitzen. Dadurch sitzen sie
praktisch in Griffhöhe und lassen ein länger-
oder kürzerschnallen der Zügel sogar mit einer
Hand zu.
Mit zunehmender
Erfahrung wird man die Zügel innerhalb der
Arbeitseinheit häufig verstellen, um die Pferd
immer wieder die Möglichkeit der Dehnung zu
geben oder kurzfristige Aufrichtung oder eine
deutliche Stellung abzuverlangen. |
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Die Leinen
Sie bestehen aus nicht-elsastischem
Gurtmaterial, das man in Meterware kaufen kann.
Wichtig: sie sind ungleich lang (3,30 m und
4,20m) und von unterschiedlicher Farbe. Durch
die ungleiche Länge ist die Verbindungsstelle
nie in der Mitte, wenn man hinter dem Pferd
geht; die unterschiedlichen Farben lassen
äußeren und innern Zügel gut voneinander
unterscheiden, wenn beide Leinen auf einer Seite
liegen. |
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Ganz wichtig: Sollbruchstellen!
Wenn das Pferd
bei der Handarbeit einmal stürzt, auf die Leinen
tritt, sich der Ausbilder in den Leinen
verheddert, oder - was niemals ganz
ausgeschlossen werden kann - das Pferd
durchgeht, müssen Leinen, die sich um ein
Pferdebein oder um ein Bein des Ausbilders
legen, reißen. Da die handelsüblichen Leinen
extrem reißfest sind, könnte es zu schweren
Unfällen kommen.
Herr Stahlecker empfiehlt
daher Sporenriemchen aus dünnem Leder.
Je billiger desto
besser. Man braucht mindestens vier Stück. Mit
ihrer Hilfe werden die Leinen miteinander
verbunden und in die Ringe des HSH-Schulzaums
geschnallt, außerdem wird der Unterzügel mittels
Sporenriemchen am Sattelgurt befestigt (das hat
zusätzlich den Vorteil, dass man den Sattelgurt
nicht lösen muss, wenn man von der Handarbeit
zum Reiten umrüsten möchte).
Um sicher zu
gehen, das die Riemchen auch wirklich reißen,
empfiehlt er, zwei der bereits vorhandenen
Löcher mittels Lochzange zu vergrößern oder aber
zwei nebeneinander zu setzen, um das
Sporenriemchen zu schwächen. Deshalb sind
Sporenriemchen aus Synthetikfaser ungeeignet.
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Die Gerten
Im Laufe der ersten Wochen habe ich schnell
gelernt, dass man nicht ohne ein Sortiment an
Gerten auskommt. Die meisten habe ich von meinem
großen Haselnussstrauch geschnitten und sie in
unterschiedliche Längen gekürzt.
Für den
Spanischen Schritt und den Spanischen Trab
braucht man zwei unterschiedlich lange
Naturgerten, an die man einen
Plastiktütenschnipsel oder Rest eines
Taschentuchs bindet, für die Arbeit direkt
hinter dem Pferd und für die Seitengänge dürfen
die Gerten insgesamt nicht so lang sein, für die
Arbeit an den kurzen Tritten muss die Gerte
besonders lang sein, damit man großen Abstand zu
den Hinterbeinen bekommt. Für das Steigen
benutze ich eine kleine Rundbogenpeitsche mit
Schlag.
Ihr werdet feststellen, dass auch das
Wechseln der Gerte eine Wichtigkeit bekommt.
Wenn ich zur Gerte mit dem Schnipsel am Ende
greife, weiß mein Pferd sofort: Jetzt geht's zum
Spanischen Trab! |

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