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HSH-Impressionen

Schritt am hingegebenen Zügel

Die an sich einfache Übung fiel Tom anfangs gar nicht so leicht. Es dauerte einige Tage, ehe Tom so gelassen dahermarschierte. Beachte: Die Leinen hängen durch, die Unterzügel sind lang verschnallt, Tom geht in sehr guter Dehnungshaltung.

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Und die Leinenführerin muss auch mächtig zulaufen, um hinterher zu kommen. Denn der Schritt hat sich deutlich verbessert. Unbenannt-28
Die Aufnahmen entstanden bei heftigem Sturm. Der Wind pfiff gewaltig, überall flatterte es, die Bäume rauschten enorm.

Trotzdem blieb der eher nervöse Tom ruhig und gelassen, ließ sich willig "voran!" treiben.

Der raumgreifende Schritt von Tom wird sich in den folgenden Wochen weiter verbessern. Er hat noch nicht den Raumgriff erreicht, den er ohne Zügel gehen kann.

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Das korrekte Halten

Wer geht, muss auch irgendwann wieder anhalten. Das üben wir mit dem Kommando "Haaaaaaalt". Ausbilder und Pferd machen mit.

Das Stehen war für Tom anfangs einer der schwersten Übungen. Der quirlige Kerl konnte nicht ruhig stehen. Das hat sich inzwischen total verändert.Tom hält willig an, die Leinen hängen durch.

Er hat das Kommando gelernt.


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Auch, dass er korrekt mit allen vier Füßen parallel steht, ist kein Zufall mehr. Er hat in den Wochen zuvor das Kommando "Stell dich gerade" begriffen. Unbenannt-13

Die Volte im Schritt

Nach ein paar Tagen geradeaus gehen und halten, kam die Volte in den Ecken dazu. Das Pferd soll sein Tempo nicht verringern und weiter willig voranschreiten.Die Volte schult Stellung und Biegung. Und sie ist eine wichtige Vorübung für die Schritt-Pirouette.Hier seht ihr, dass Tom im guter Haltung und gebogen auf der Volte geht, obwohl er mit den Unterzügeln nicht nach innen gestellt wurde. Er macht es automatisch.

Die Volte kann man in jeder Bahnecke einfließen lassen


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Travers an der langen Seite

Auch das Travers lässt sich gut aus der Schrittvolte entwickeln. Wenn man nach der Volte die lange Seite erreicht hat, wirft man die Innenleine auf die äußere Seite. Stellung und Biegung bleiben erhalten.Der Ausbilder geht nun im Keil zwischen Pferd und Bande.In dieser Position kann man mit der Handfläche oder dem Ellenbogen das Pferd ein wenig nach innen schieben, während man das Pferd weiter vorwärts schickt.

Als Kommando verwenden wir "Seite, Seite!" Auf den folgenden Bildern seht ihr, dass Tom schon ein wenig in die richtige Richtung gestellt ist. Die Verkürzung des inneren Unterzügels hilft dabei.


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Wunderbar zu sehen: Christine kreuzt die Beine ebenso, wie Tom. Denkt dran: Das Pferd imitiert seinen Menschen.

Noch kreuzt Tom sowohl mit den Hinter- als auch mit den Vorderbeinen. Er hat relativ viel Abstellung.

Das ändert sich im Laufe der Ausbildung. Die Abstellung verringert sich. Dann kreuzt das Pferd nur noch mit den Hinterbeinen, während die Vorderbeine auf dem Hufschlag geradeaus gehen.

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Das ist eine andere Möglichkeit, das Travers einzuleiten. Man geht innen, die Außenleine begrenzt das Pferd an den Hinterbeinen und hilft, die Hinterhand nach innen zu nehmen. Zug auf die Außenleine kommt immer dann, wenn das äußere Hinterbein im Begriff ist abzufußen. Manchen Pferden fällt diese Variante leichter. Man braucht sie auch, um eine Traversale einzuleiten. Unbenannt-22

Die Schritt-Pirouette

Hat das Pferd das Travers gelernt, kann man ein erstes Übertreten auf der Volte üben, das dann allmählich zur Schritt-Pirouette wird.Hier seht ihr, wie gut Tom schon die Beine kreuzt, weit mit den Beinen vor- und untergreift. Achtet auch auf den Gesichtsausdruck: Tom guckt zufrieden, die Ohren voll auf seine Ausbilderin gerichtet. Tom ist dabei völlig entspannt.


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Kurze Schritte

Eine Übung, die der quirlige Tom liebt: Kurze Schritte, die dann zu kurzen Tritten und schließlich zur Piaffe werden.

Das Kommando dafür lautet: "kurz-kurz". Auch der Ausbilder macht die Tritte mit und geht lebhaft in kurzen Schritten hinter dem Pferd her. Die Leinen stehen hier noch an, weil Christine halbe Paraden geben muss, während sie die Hinterbeine mit der langen Naturgerte touchiert, um sie lebhafter zu machen.

Tom hat das zu Beginn als Aufforderung zum Schnellerwerden interpretiert, sich auch aufgeregt, wenn er zu sehr zurückgehalten wurde.

Das dauerte aber nur wenige Tage an. Inzwischen reagiert er schon auf das Kommando allein.

Gut zu erkennen ist hier auch, dass das Pferd etwas tiefer hätte eingestellt sein dürfen. Das fällt einem leider oft erst auf, wenn man das Video betrachtet und sich und das Pferd von der Seite sieht.


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Zwischendurch darf das Pferd immer mal wieder eine lange Seite an den hingegebenen Leinen mit langen Zügeln entspannt gehen und sich beruhigen. Unbenannt-28

Der Spanische Schritt

Er ist besonders wertvoll für die Gymnastizierung der Schulterpartie und ist die entscheidende Vorübung für den Spanischen Trab, der zur allgemeinen Verbesserung des Trabes dient.

Erst sah es bei Tom so aus, als würde er damit Schwierigkeiten haben. Er hob die Beine nur hoch, streckte sie aber nicht nach vorn. Oftmals scharrte er mit den Beinen. Auch das Gehen fiel ihm dabei schwer.

Es waren anfangs nur wenige Tritte möglich. Sie kamen nicht regelmäßig und manchmal blieb er auch stehen.Aber Christine hat nicht aufgegeben und fleißig weitergeübt. Und so wurde es von Mal zu Mal besser.


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Das Bild verrät, dass er hinten noch zögerlich mittritt. Er kann viel weiter untersetzen. Und inzwischen tut er das auch. Aus den wenigen, ungeregelten Tritten wurde eine halbe Zirkelrunde. Inzwischen mag Tom die Übung. Er guckt wach und geht mit schöner Halsung. Unbenannt-31

Der Spanische Trab

Diese Übung war uns besonders wichtig. Wir haben Pferde bei Herrn Stahlecker gesehen, die mit Leichtigkeit die Vorderfüße "nach vorne und oben schmissen" und dabei eine ganz ausdrucksstarke Haltung annahmen.Die Übung ist für die Pferde recht anstrengend – für den Ausbilder auch. Er muss das Wedeln mit der Gerte ("Scheibenwischer") im Takt hinbekommen und dabei noch im richtigen Tempo neben dem Pferd herlaufen. Bei einem großen Pferd wie Tom (1,78 m Stockmaß) eine anständige Laufleistung von Christine.Man beginnt mit der Übung, wenn der Spanische Schritt sicher sitzt und allein durch das Wedeln mit der Gerte erzeugt werden kann.

Dann versucht man mit dem gleichen Kommando anzutraben und hofft, ein oder zwei Tritte zu bekommen. Klar, dass wir unsere Pferde anfangs geradezu euphorisch gelobt und mit einem Leckerli belohnt haben.


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Anfangs versuchte Tom, das kleine weiße Schleifchen, das Christine an die lange Gerte gebunden hatte "totzutreten". Galoppierte dabei mit Vorhand an. Auch diese Reaktion wurde belohnt.

Christine leitete diese Tritte immer an der selben Stelle ein, und bald wusste Tom, was er machen sollte.

Aus anfänglich ein, zwei Stampftritten wurden bald ein, zwei gut geratene erhabene Trabtritte, dann ab und zu drei oder vier.

Bald konnte Christine sich besser koordinieren, Tom auch. Anfangs kam die Lektion ans Ende der Trainingseinheit, weil sie für beide sehr anstrengend war. Inzwischen spielt das keine Rolle mehr.

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Beide – Pferd und Ausbilder – haben konditionsmäßig mächtig zugelegt.

Diese letzten Bilder brauchen keinen Kommentar. Sie sprechen für sich – oder?!

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