Über mich

Was ich über mich erzählen will:

Wie die meisten von euch hatte ich meine ersten Reiterlebnisse im Gruppenunterricht einer herkömmlichen Reitschule. Das war Ende der 60er Jahre. Viel Auswahl hatte man damals nicht, denn reiten galt als elitärer Sport, Reitställe gab es kaum. Ich kannte niemanden, der ein eigenes Pferd besaß – obwohl wir damals gerade aufs Land gezogen waren. So lernte ich das Reiten eher schlecht als recht. Von Theorie und Pferdehaltung hatte ich keine Ahnung. Trotzdem war ich mit dem Pferdevirus unheilbar infiziert.

Nach etlichen Jahren in diversen Reitschulen in ganz Deutschland (meine Eltern waren häufig umgezogen), kaufte ich mir Anfang der 80er Jahre mein erstes Pferd, eine kleine Angloaraberstute, die ich Tiffany taufte. Bald darauf folgte die Trakehner Stute Hazel, die übrigens heute noch auf einem Gnadenhof lebt und das stolze Alter von 34 Jahren erreicht hat (Stand 2015).

Seit 1987 unterhalte ich eine idyllische kleine Reitanlage im Norden von Hamburg. Ich nahm regelmäßig Einzelstunden und wurde im Reiten allmählich besser. Ich ritt nach FN-Reitweise und kam damit gut zurecht. Meine Pferde konnten fliegende Wechsel, Traversalen, Ansätze zur Piaffe, und sie waren auch im Glände friedlich.

Als ich meinen Dressurwallach Tamino einschläfern lassen musste kam der große, bildschöne Hannoveraner-Wallach „Prinz William“. Er war sehr menschenbezogen, aber überaus ängstlich, schreckhaft und beim Reiten oft verspannt. Auf der Weide regte er sich so sehr auf, wenn andere Pferde runtergeholt wurden, dass er ihnen gelegentlich über den Zaun hinterher sprang. Dann war er so nervös, dass er kaum noch zu bändigen war. Auch die Ausritte waren immer weniger entspannt.

Das war der Zeitpunkt, als ich von einem System hörte, bei dem man die Pferde allein durch Gesten und Blicke dirigieren können sollte: das Parelli-System. Ziemlich skeptisch buchte ich die ersten Stunden, veranstaltete wenig später mit Parelli-Instruktor Ralf Heil den ersten Parelli-Workshop auf meinem Hof.

Die Veränderungen in meinem Pferd waren enorm, und ich musste erkennen, dass viele „Untugenden“ in meinem Pferd erst durch mein Verhalten ausgelöst oder verstärkt wurden.

In den folgenden Jahren richtete ich regelmäßg Kurse mit namhaften Parelli-Instsruktoren aus, darunter Berni Zambail, Ralf Heil, Adrian Heinen – und Silke Valentin. Von ihr habe ich in Sachen Horsemanship das meiste gelernt.

2008 bekam ich Kontakt zur Hand-Sattel-Hand-Methode von Fritz Stahlecker – und habe damit MEINE Ausbildungsmethode gefunden. Ich begann meine Dressurstute, die schon auf Kandare geritten war, ganz von vorn am Boden auszubilden. Neun Monate habe ich sie von unten gearbeitet – ehe ich das erste Mal wieder aufgestiegen bin.

Gänzlich von HSH beeinflusst orientierte ich mich reiterlich um zu einem pferdegerechten, motivierenden Reiten. Die Pferde danken es mir mit ihrem Einsatz, mir alles Recht machen zu wollen. Weil ich immer noch so begeistert bin, habe ich allerhand Infos über die HSH-Methode auf meiner Seite zusammengetragen.

Ich habe meinen ehemaligen Pferden schon oft Abbitte getan, mich für mein rüdes Verhalten aus Unkenntnis entschuldigt.

Seit ein paar Jahren gebe ich mein Wissen, das ich mir in den fast 50 Jahren Reiterfahrung erworben habe, an erwachsene (Wieder)einsteiger weiter. Ich habe den Anspruch, ihnen einen anderen, besseren Unterricht zu bieten, als den den ich einst genossen hatte. So steht neben dem Reiten auch immer die Theorie und das praktische „Drum herum“ ums Pferd auf dem Lehrplan. Die Schüler lernen, genau zu beobachten und zu fühlen. Erst dann können sie lernen, unabhängig zu sitzen, zügelunabhängig zu reiten.

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