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Nov 17 2009

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Donovan spielt mit seiner Aufenthaltsgenehmigung bei mir!

Seit Anton zu mir in den Stall gekommen ist, benimmt sich Donovan wieder wie der Prärie-Hengst, der seine Stuten vor allen Konkurrenz-Wallachen beschützen muss. Alle Nase lang ist eine von den Stuten rossig, und Donovan zeigt sich ganz als Mann.

Nicht, dass unsere Stuten das nicht mögen würden! Sie stehen mit glasigen Augen da und drängen sich noch dichter an ihn heran.

Das mit den Stuten ist schon extrem lästig und total unerwünscht, aber kaum zu ändern. Nicht dulden kann ich allerdings, dass Donovan im selben Atemzug Anton und Dagobert wegscheucht – und das so vehement, dass sich Sorge haben muss, dass sie sich verletzen.

Ich hatte eigentlich gehofft, dass Anton zu Donovan in den Offenstall ziehen kann. Das möchte ich Anton aber nicht zumuten. Einen ganzen Tag waren sie gemeinsam zu zweit auf der Weide. Auf der Weide ist alles prima, aber wehe, Anton will in ihre gemeinsame “Zweiraumwohnung” gehen, um auch mal von dem köstlichen Heu zu probieren! Dann ist Donovan sofort zur Stelle und behauptet sein Recht: Diese Wohnung ist besetzt!

So ist Anton nach diesem Tag wieder in die Stallgasse eingezogen, und Donovan muss draußen alleine bleiben.

Ich habe es Donovan schon erzählt: Er wird da draußen so lange alleine leben müssen, bis er gelernt hat, sich zu benehmen. Außerdem muss er jetzt jeden Tag geistige Schwerstarbeit leisten, damit er lernt, sich unterzuordnen.

An jenem Sonntag, wo er Anton so vertrieben hat, hätte ich ihn an den nächsten Baum anbinden können, oder jemandem verschenkt!

In meiner Wut und Ohnmacht habe ich ein langes Gespräch mit meiner Freundin Christine geführt. Gemeinasam sind wir zu dem  Schluss gekommen: Donovan braucht konsequente, regelmäßige Arbeit. Die acht Wochen Pause, die ich ihm gegönnt hatte, waren für seine geistige Entwicklung nicht förderlich. Sie haben allenfalls sein Selbstbewusstsein gesteigert.

So habe ich auch meinen Tagesablauf geändert. Noch bevor ich die Boxen miste, muss Donovan in der Halle oder auf dem Platz arbeiten, damit ihm meine volle Kraft zugute kommt. Und zur Not könnte ich ihn dann auch noch mal am Nachmittag rausziehen.

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