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Mai 17 2009

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That’s what friends are for…

Die Nacht habe ich erstaunlich gut überstanden. Ich konnte sogar durchschlafen. Die Verletzung hat mich offenbar mehr angestrengt, als ich gedacht habe. Noch am Vorabend hatte meine Freundin Christine angerufen, um sich nach dem Fortgang der Arbeiten zu erkundigen.

Sie war gleich in Sorge, dass ich mich abends nicht gemeldet und auch nicht zurückgerufen hatte. Den Anruf hole ich am Vormittag nach und schildere mein Missgeschick. Kann mich eh nicht bewegen. Wahrscheinlich würde mich eine Hundertjährige mit ihrem Rollator spielend überholen.

Nach dem die Pillen einigermaßen anschlagen, gehe ich in die Halle, um wenigsten ein bisschen aufzuräumen, das Werkzeug einzusammeln. Mittags trudelt Birgit ein. Sie hatte versprochen, den Stall für mich zu machen und sich auch um die Pferde zu kümmern.

Zusammen mit meinem Vater tüfteln wir an einer Unterkonstruktion, die es uns „Schwächlingen“ erlaubt, die schweren Bandentafeln draufzustellen und dann anzuschrauben.

Als ich wieder in die Wohnung komme, blinkt mein Anrufbeantworter: Christine hat „ihren Männern“ (Ehemann und Sohn) von meinem Dilemma erzählt. Und die haben sich spontan entschlossen, mich zu besuchen – mit Bohrmaschinen, Elektrosägen und einer guten Portion Muckis in den Oberarmen. Als ich Christine zurückrufen will, erreiche ich sie nur über Handy – sie sind schon auf der Segebereger Chaussee und werden in wenigen Minuten da sein – angereist aus Ratzeburg bei Lübeck!


Wow, ich kann mein Glück gar nicht fassen. Sie gucken ein wenig mitleidig auf unsere Hebekonstruktion für die Platten – und benutzen ihre eigene Methode: Einer hebt die Platten hoch und hält sie dagegen, Christine misst mit der Wasserwage nach, der dritte schraubt die Platten gleich fest.


In einem unglaublichen Tempo „klebt“ ein Brett neben dem anderen. Und als die bestellte Pizza endlich geliefert wird, haben sie schon die erste lange Seite fertig und sind am Spiegel vorbei. Wahnsinn!

Nach 70 Metern Bandenarbeit immer noch fröhlich!

Weil sie nicht sooo viel Zeit haben – schließlich müssen sie ihre Tiere auf dem Bauernhof noch versorgen – arbeiten sie im Akkord. Und was soll ich sagen: Sie schaffen auch die zweite lange Seite noch. Es sind nur noch fünf Meter übrig. Alles andere ist fertig und auch schon fest verschraubt. Jetzt müssen nur noch die Ecken eingepasst werden. Aber das hat auch noch Zeit.

Während es in der Halle bohrt, sägt und hämmert, hat Birgit den Stall versorgt. Inzwischen ist auch Freundin Dani eingetroffen. Wir wollten am Abend ihre neue Webseite besprechen. Aber auch sie lässt sich von der Arbeitsatmosphäre anstecken. Dani setzt Birgits Arbeit mit der Sackkarre fort: Alle Platten mit der Sackkarre an die Bande „in Position“ bringen, damit die zweite Crew rasch schrauben kann. Gemeinsam schleppen sie dann noch alle übereflüssigen Balken raus und beginnen damit, unter der neuen Bande alles sauber zu harken.


Ich stehe blöd im Weg rum und bin froh, wenn ich hier und da mal ein Schäufelchen Mist in die Schubkarre hüsern kann. Ach, wie frustrierend!


Sieht die neue Bande nicht traumhaft aus? Wenn jetzt noch der Boden verteilt ist…

An dieser Stelle noch einmal 1000 Dank and die Crew aus Ratzeburg. Was für eine Überraschung und was für eine Freude! Schön, wenn man Freunde hat!


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1 Kommentar

  1. Anonymous

    O Karin, wie geht es Dir? Bald packen wir Dich in Watte!

    Gute Besserung und ganz liebe Grüße, Susanne

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